Buchempfehlung von Matthias Steffen:
„Republik der Angst“ von Frank Biess

06.03.2019

Unser Agentursitz ist ganz in der Nähe der ausgebombten Nikolaikirche in der Altstadt. Nur der Turm ist erhalten geblieben.

Und dieser Kirchturm markiert den Ausgangspunkt des Buches. Das Buch erzählt die Geschichte der Nachkriegszeit von den Notstandsgesetzen über die Pershingstationierung und Irakkonflikt bis zum heutigen Rechtspopulismus. 

Doch was will uns der historische Blick sagen?

Der Autor schreibt am Ende des Buches: Wir sollten uns gut überlegen, wovor wir uns demnächst ängstigen sollten.

Und mir fallen dazu viele Themen ein.

Angst hat auch immer etwas mit Verantwortung zu tun. Und Verantwortung müssen wir in diesen Zeiten bewusst übernehmen - als Deutsche in und für Europa.

Verantwortung für das Klima, Verantwortung für unsere Werte wie Menschenrechte und freien Handel.

„Heute ginge es darum, angesichts des Aufstiegs des Rechtspopulismus die Angst vor dem Verlust der liberalen Demokratie und pluralistischen Gesellschaft zu mobilisieren. Wie beschrieben, erkannte schon Adenauer, dass die Mobilisierung konkurrierender Ängste auch der Angsteindämmung dienen kann. Demokratische Ängste erscheinen somit durchaus als wichtiger Bestandteil einer Verteidigung der Demokratie.“ 

Das Buch ist lesenswert, weil es einen Blick freigibt - zurück und nach vorne!

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